Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Die Abschlussfahrt der Klasse 9

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Die Abschlussfahrt der Klasse 9

Vom Nürnberger Bahnhof bis zum Gucci-Moment

Schon bei der Anreise ging es los. Die Frage am Nürnberger Bahnhof – „Fährst du auch mit nach Berlin?“ (an Nele gerichtet, die direkt daneben stand und schon seit Aschaffenburg bei der Gruppe war) – war nur der Startschuss für eine Woche voller Kuriositäten.

Ein weiteres Highlight? Der Besuch im KaDeWe. Während einige durch die luxuriöse Gucci- und Dior-Etage schlenderten, kam von anderen völlig unbeeindruckt die Frage: „Wo ist hier eigentlich ein Kik?“ Und auch das Gedächtnis wurde getestet: Als Frau Scheffler am zweiten Tag von Nele erzählte und die Frage „Häh, welche Nele?“ zurückkam, wusste man: Die Reizüberflutung in Berlin ist real.

Frau Scheffler, Herr Deckelmann, haben Sie vielleicht…?

Die begleitenden Lehrkräfte, Frau Scheffler und Herr Deckelmann, aber auch Frau Schefflers Tochter Nele, waren während der Fahrt nicht nur Reisebegleiter, sondern auch wandelnde Apotheken und Notfallhelfer. Die tägliche Hitparade an Fragen an sie sah ungefähr so aus: „Herr Deckelmaaaahhhhn, Frau Scheeefflaahh, haben Sie vielleicht für mich…“ – ob zu trinken, ein Kaugummi, eine Tüte, ein Deo (weil es stinkt), ein Pflaster, einen Insektenstift oder eine Tüte für den Fall der Übelkeit; die Liste war lang. Doch am Ende wurde jegliche Herausforderung gemeistert und alle kamen wieder wohlbehalten in Aschaffenburg an.

Berlin in Zahlen – Eine Bilanz

  • 75.000 Schritte: So viel ist jeder in der Gruppe in fünf Tagen etwa gelaufen.
  • Herausforderung Großstadt: Von der Orientierung in U- und S-Bahnen bis hin zur Kunst des Rolltreppenfahrens haben alle viel gelernt.
  • Politik hautnah: Beim Besuch im Deutschen Bundestag gab es nicht nur den Plenalsaal (stolze 1200 m²) und die imposante Kuppel zu bestaunen, sondern auch drei Fragen wurden von der Gruppe richtig beantwortet. Nun weiß jeder: Der Bundestagsadler heißt im Volksmund „Fette Henne“ und misst ca. 52 cm², so viel wie eine Zweiraumwohnung.

Von der Spree bis zum Club Matrix

Das Programm war vollgepackt: Gedenkstätte Hohenschönhausen, eine Schifffahrt auf der Spree, das Deja Vu Museum, der Berliner Volksfestsommer und die „Topographie des Terrors“. Besonders in Erinnerung bleiben wird der Abend im „Matrix“, wo für einige der erste Club-Besuch überhaupt auf dem Plan stand. Auch die nächtliche Rückkehr vom Potsdamer Platz zurück zur Jugendherberge nach dem Biergartenbesuch im Zollpackhof war aufgrund vieler Fußballfans und der Bussituation ein abenteuerliches Erlebnis, das gemeinsam in Minion-Manier gemeistert wurde.

Nach fünf Tagen voller Action, dem Abziehen der Betten und dem Abschied von der Hauptstadt waren zwar alle müde, aber um viele Erfahrungen reicher wieder in Aschaffenburg gelandet.

Berlin, du bist so wunderbar!

Suche